Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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277 ſtanden, und doch zugleich ihren ſouveränen Willen un⸗ angetaſtet zu bewahren, füllte ihr Herz mit Triumph.

Tag und Stunde von Erich's Ankunft waren be⸗ rechnet worden, dennoch traf das ihn ankündigende Telegramm, welches er von Berlin aus abſandte, ra⸗ ſcher ein, als man in Gotzlow für möglich gehalten. Litta, die es dem Boten abgenommen, ſtürzte mit dem verheißungsvollen Couvert zur Gnädigen und hing mit ſo heißer Frage an ihren Augen, daß ſie errieth, ehe es geſprochen wurde: er iſt nahe!

Ja, Kleine, ja! ſagte die Baronin, indem ſie ihren Arm in den des jungen Mädchens ſchob und mit ihr dem Portale zuſchritt, wo Servaz die Anord⸗ nung der Kränze dirigirte;Erich kommt noch heute Abend, nun habe ich aber noch ein Wort mit Dir zu reden: Wenn er einfährt, bleibſt Du vorerſt im Hin⸗ tergrunde. Er braucht nicht gleich zu erfahren, was wir miteinander abgemacht, das überläſſeſt Du mir!

Litta zog ihren Arm mit raſcher Bewegung aus dem der Gnädigen.Das iſt nicht Ihr Ernſt? ſagte ſie, indem ein verſchleiertes Funkeln aus ihrem Auge brach, wie Sonnenlicht durch das Laub.

Was denn ſonſt? fragte die Gnädige erſtaunt, indem ſie ſtehen blieb.

Das kann ich nicht verſprechen, das kann ich

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