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gelungen ſei, einen zehntägigen Urlaub zu erhalten und er ſeinem Briefe unmittelbar folgen würde.
Die Kunde von der erwarteten Heimkehr ver⸗ breitete ſich wie ein Lauffeuer über das ganze Gut und tauchte Alles in Freude und Sonnenſchein. Ein rühriges Leben begann ſich im Schloß wie in den Höfen zu regen, überall wurde Wintergrün herbeige⸗ tragen, um zum Empfang des heimkehrenden Helden Kränze zu winden, alle Geſichter ſtrahlten, keines aber von ſo ſtolzer Freude als das der Herrin.
Es erfüllte die Gnädige mit tiefſter Befriedigung, daß die Ueberraſchung, welche ſie für ihren Sohn in Bereitſchaft hielt, ſo ganz ihre freie Gabe war. Trotz des zwiſchen ihnen wiederhergeſtellten Verhältniſſes, trotz der Zurücknahme ihres früheren Verbotes, welches ihre jüngſte Einladung nach ſeiner Heimath ausgedrückt, war er mit keiner Silbe auf die Urſache ihres Bruches zurückgekommen. Sie ſah ihre Autorität anerkannt und freute ſich, ihm das zu lohnen. Seit ihr Urtheil, ihr Herz ſeiner Wahl Recht gegeben, hatte ſich viel in ihr verwandelt, noch immer blieb aber das Bewußt⸗ ſein des großen Opfers zurück. Der Gedanke, dies freiwillige Opfer tiefgewurzelter Grundſätze und An⸗ ſchauungen von ihm gewürdigt zu ſehen, ihm damit eine Liebe zu beweiſen, die ſchwere Erſchütterungen be⸗


