Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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in welcher ſie zu der Herrin dieſes Hauſes ſtand, die ſie aufgenommen wie Glieder der Familie und ſich dennoch durch die Schranke eines ſehr bezeichnenden Schweigens von ihnen ſchied, verlangte ſie jetzt ent⸗ ſchieden nach Selbſtſtändigkeit und dem eigenen neuen Heim. Selbſt die Gnädige unterſtützte Paula's drin⸗ gende Bitten um längeres Bleiben nicht mehr wie früher.

Der Tag der Abreiſe kam. Es war ein klarer, ſonnenheller Wintertag. Schon ſaß Frau Kalden mit den Kleinen im Wagen der Baronin, welche am Schlage

ſtand und mit den Kindern ſcherzte. Litta fehlte noch, erſchien aber nach kurzer Friſt unter der Hausthüre und eilte haſtig über den Hof dem Wagen zu. We⸗ nige Schritte davon entfernt blieb ſie ſtehen und winkte mit der Hand nach dem Fenſter hinauf, wo das thrä⸗ nenüberſtrömte Geſicht der Freundin, welche ſie bis jetzt zurückgehalten, ihr zunickte.

Die Gnädige blickte einen Moment ernſthaft nach ihr hin, beugte ſich dann über den Wagenſchlag und ſagte Clara Kalden, die ſchweigend ſaß und harrte, einige raſche Worte. Clara fuhr zuſammen, ihre Bruſt hob und ſenkte ſich, als fehlte ihr der Athem; wäh⸗ rend die Baronin fortfuhr, lebhaft mit ihr zu ſprechen, antwortete ſie nur durch ein ſtummes Zeichen.

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