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Reiz ſchien dies verſiechende Daſein aufzuhalten. Lit⸗ ta's Nähe, ihr Geſpräch, ihr ſüßer Geſang wirkte auf ſie wie ein Lebenselixir; blieb ſie auch noch der höch⸗ ſten Schonung bedürftig, ſo gehörte ſie doch wieder der Erde an. Frau Kalden hatte zugeſagt, die Gaſt⸗ freundſchaft der Baronin anzunehmen, bis die Geſtal⸗ tung ihrer Verhältniſſe ſicher befeſtigt ſein würde. Von Tag zu Tag mehr bildete ſich zwiſchen der kleinen Frauen⸗Colonie ein zwangloſes, anſprechendes Inein⸗ anderleben heraus. Wochen vergingen ſo; es ver⸗ gingen Monate.
Von Erich trafen häufige Briefe ein. Seit ſeine Mutter nach ſeiner Erwerbung des eiſernen Kreuzes die erſten Zeilen an ihn gerichtet und zugleich Paula's Krankheit erwähnt hatte, ſchrieb er regelmäßig nach Hauſe und gab lebendige Berichte der glücklich beſtan⸗ denen Siegeszüge. Dieſe Briefe, die wieder und wie⸗ der Erlöſung von ſtets erneueter Todesangſt um den jungen Krieger brachten, waren für Paula's Leben der höchſte Inhalt, und von allen Entbehrungen, welche ihre Schwäche ihr auferlegte, empfand ſie das ſtrenge Verbot des Arztes, nicht zu ſchreiben, als die härteſte. Um ſo öfter und lieber ſprach ſie von ihm. Treu dem, ihrer Mutter vor Eintreffen der Kalden'ſchen Fa⸗ milie geleiſteten Verſprechen, berührte ſie gegen Litta


