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mit keiner Silbe deren Verhältniß zu Erich; um ſo häufiger erzählte ſie aber der ſtill lauſchenden Freun⸗ din von ihrem geliebten Bruder, ſeinen Kinderjahren, ſeiner Zärtlichkeit und Güte für ſie. Jeder Brief, der von Erich aus dem Felde kam, mochte er nun an ſeine Mutter oder an Paula gerichtet ſein, wanderte aus ihrer in Litta's Hand.
Keiner dieſer Briefe berührte auch nur mit dem leiſeſten Wort Vergangenheit und Gegenwart, ſo weit es Litta betraf. Und doch waren dieſe Briefe Ant⸗ worten auf die Nachrichten von Hauſe! und doch ſah ſie, daß keine andern eintrafen, als die ſie zu leſen bekam! Erich's Mutter mußte alſo über ihre Anweſen⸗ heit gegen ihn geſchwiegen haben. Niemals nannte die Gnädige in ihrer Gegenwart ſeinen Namen. Noch weniger that dies das junge Mädchen ſelbſt, weder ihr noch ihrer eigenen Mutter gegenüber. Bei der leiſeſten Berührung vergangener Tage flehte ihr Auge ſo beredt, daß auch Clara Kalden vermied, an die wunde Stelle nur zu ſtreifen. Immer mehr glich Litta's Erſcheinung einer ſtillen Sternennacht, in ſo dämmernder Klarheit, ſo herzgewinnendem Schweigen wandelte ſie zwiſchen Allen einher, für welche ſie der geheime Mittelpunkt war.
Inzwiſchen waren die eingeleiteten gerichtlichen


