Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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dieſe Thüre keinen Moment verlaſſen hatten, unabläſſig auf dem Marktplatze hin und wieder. Er war aus einem Erſtaunen in das andere gefallen, ſeit ihm be⸗ fohlen worden, den Kutſcher an dem, ihm keineswegs unbekannten Kalden'ſchen Hauſe halten zu laſſen. Die Gnädige ſtieg dort nicht allein aus, blieb nicht allein weit länger darin als zu einerViſite nothwendig, es war ſogar Botſchaft für Wagen und Bedienung herausgeſandt worden, daß dieſelben ſich bis auf wei⸗ tere Ordre nach dem Gaſthof begeben ſollten.

Um keinen Preis der Welt würde Servaz zuge⸗ geben haben, daß er in dieſen Befehl mit eingeſchloſſen ſein könnte. Mißvergnügt patrouillirte er auf und nieder und ſann, was wohl die Frau Baronin ſtun⸗ denlang in dem Bürgerhauſe zu thun haben möchte. Sobald er ihrer anſichtig wurde, ſtellte er ſich zurecht, um ihr zu folgen. In jedem Fältchen ſeines runzel⸗ vollen Geſichts lauſchte brennende Neugier; hatte er aber auf Blick oder Wort gerechnet, die ihm wenig⸗ ſtens als Barometer ihrer Stimmung gelten konnten, ſo wurde er ſchwer getäuſcht. Die Gnädige winkte ihm ab, ſchritt an ihm vorüber quer nach der in den Markt mündenden Hauptſtraße, und ſprach im Vor⸗ übergehen, ohne nur den Kopf zu wenden:Den Wa⸗ gen vor das Haus des Gerichtspräſidenten.