Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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nicht weit vom Stamm gefallen. Ueber Unmöglich⸗ keiten kann Keiner hinaus. Da mein Sohn aber nicht zur Stelle iſt, ſehe ich keinen Grund, warum wir ein⸗ ander nicht kennen lernen ſollten, nachdem wir oft ge⸗ nug von einander erfahren. Dies wünſcht auch meine Tochter Paula. Sie iſt ſchwer krank und möchte Fräu⸗ lein Mathilde ſehen. Will Ihre Tochter mit mir nach Gotzlow fahren und damit der armen Kranken Freude machen, ſo bringe ich ſie Ihnen morgen ſelbſt zurück. Dies iſt mein ganzes Gewerbe.

Clara ſtand in tiefen Gedanken.Nein, Frau Baronin, ſagte ſie nach kurzer Pauſe feſt;hier kann ich nicht zuſtimmen. Mein Kind hat viel gelitten, und

es wäre gewagt, den Aufregungen, vor welchen ich ſie nicht ſchützen kann, eine freiwillige hinzuzufügen, der ſie ſchwer gewachſen ſein möchte. Sie darf Muth und Kraft nicht zerſplittern, ſie wird deren vollauf bedür⸗ fen im Kampfe mit Entbehrungen, am Sterbebette ih⸗ res Vaters.

Ihr Mann iſt krank? fragte die Gnädige, raſch aufblickend.

Mein Mann ſiecht hin an unverdienter Schmach, ſeine Tage ſind gezählt. Dies muß getragen ſein, wie ſchon Manches getragen worden. Erregungen auf⸗ ſuchen, wäre jetzt aber Frevel.