Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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Ich weiß Nichts dergleichen, ſagte die Gnädige kurz.Mein Sohn hat mir im Gegentheil erklärt, Fräulein Mathilde Kalden würde ſeine Frau werden, ob es mir beliebe oder nicht. Wenn dies bis jetzt nicht geſchehen iſt, ſo werden wohl die Kriegsereigniſſe daran Schuld tragen.

Alſo hat Sie der Wunſch hierher geführt, ein Verhältniß zu löſen, das Sie noch beſtehend glauben, Frau Baronin? Ich darf Ihnen die Verſicherung ge⸗ ben, daß Mathilde weder jetzt noch ſpäter daran denkt, ſich mit Baron Gotzlow zu verbinden. Wir verlaſſen übrigens demnächſt die Stadt und meine Tochter hegt mit meiner Beiſtimmung Zukunftspläne, die Ihnen da⸗ für bürgen, daß die Wege unſerer Kinder ſich nie wie⸗ der kreuzen werden. Clara verbeugte ſich nach dieſen Worten mit ruhiger Würde; ſo einfach ihre Haltung war, drückte ſie deutlich die Erwartung aus, das Ge⸗ ſpräch beendet zu ſehen.

Die Gnädige blickte ſie erſtaunt an und ließ ſich ſtattlich auf dem Sopha nieder, neben welchem ſie bis jetzt geſtanden.Rufen Sie Ihre Tochter, Frau Kal⸗ den, ſagte ſie, indem der Schein eines Lächelns über ihre Züge flog;es wird ihr weder in Worten noch in Werken etwas zu Leide geſchehen. Sie ſind eine einſichtige Frau und wie mir ſcheint, iſt der Apfel