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frau haften, die ihre ſchweigende Begrüßung eben ſo ſchweigend erwiderte, ehe ſie ihr entgegen trat:„Frau Baronin?“ So artig Ton und Haltung war, klang leiſes, unverkennbares Befremden hervor.
Die Gnädige blickte ſie ernſthaft an.„Sie wun⸗ dern ſich, mich hier zu ſehen, Frau Rentmeiſter, und möchten erfahren, was mich herführt. Begreiflich! Ohne Umſchweife alſo: ich komme, um Ihre älteſte Tochter zu ſprechen.“
Clara's Herz begann lebhaft zu klopfen, und das Blut ſchoß ihr jäh in die Wangen.„Ich werde Ma⸗ thilde rufen“, ſagte ſie, ſich zuſammenfaſſend, indem eine Handbewegung den Gaſt einlud, Platz zu nehmen; vielleicht wäre es aber vorzuziehen, wenn Sie die, für meine Tochter beſtimmte Mittheilung an mich richten möchten?“
„Wie ſo?“ fragte die Gnädige gelaſſen.—
„Es würde uns nicht ziemen, das auf Umwegen zu berühren, was uns Beiden allzuwohl bekannt iſt, Frau Baronin“, ſagte Clara einfach;„deshalb äußere ich mich frei. Wenn es meiner Tochter auch leider beſchieden geweſen, zugleich mit Ihrem Intereſſe Ihren Unwillen zu erregen, ſo gehört dies der Vergangenheit an. Sie wiſſen, daß Litta Ihrem Herrn Sohn ein allzu voreilig angenommenes Wort zurückgegeben.“


