Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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Während Litta im Erdgeſchoß waltete, räumte ihre Mutter im erſten Stockwerke umher, beſichtigte einzelne Möbel, prüfte die Schlöſſer und öffnete Schubfächer, um ſie vom Staube zu reinigen. Sie hatte ſich eben am Fenſtertiſchchen des Wohnzimmers niedergelaſſen, um ihrer Liſte einige Aufzeichnungen beizufügen, als ein heranrollender Wagen vor ihrem Hauſe ſtill hielt. Ein Blick aus dem Fenſter erfüllte ſie mit grenzenlo⸗ ſem Erſtaunen. Vor ihrer Hausthüre hielt die ſtadt⸗ bekannte gelbe Staatskutſche der Gnädigen. Eben kletterte der alte Servaz gravitätiſch von ſeinem Sitze herunter, öffnete den hohen Wagenſchlag und half der Baronin von Gotzlow reſpektvoll heraus.

Clara blieb einen Moment wie gelähmt vor Ueber⸗ raſchung, dann erhob ſie ſich haſtig, und trat vom Fenſter zurück. Im Begriff, das Zimmer zu verlaſſen, hörte ſie bereits Schritte und Kinderſtimmen auf der Treppe und blieb nun ſtehen, den unerwarteten Gaſt zu empfangen.

Thuhereschen riß die Thüre auf, rief, indem ihre weitgeöffneten Augen zu der an ihr vorüberſchreiten⸗ den Dame hinaufblickten wie zu einem ThurmMut⸗ ter, da iſt die Frau Gnädige! und verſchwand wie ein Blitz. Das ſcharfe Auge der Eingetretenen um⸗ faßte raſch den ganzen Raum, und blieb auf der Haus⸗