Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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gene Einrichtung ihres Hauſes zu verwerthen, nur das Unentbehrlichſte zurückzubehalten, und mit dem Reſt aller Habe in ihrem benachbarten Geburtsſtädtchen eine Scholle eigener Erde zu erwerben. Dann vorwärts mit Gottes Hülfe, unter Arbeit und Entbehrung. Litta ſtand der Mutter muthig bei. Einem Herzen, das auf ſeine Liebe verzichtet hat, ſcheint jedes andere Verzich⸗ ten keiner Trauer werth. Die zarte Mädchengeſtalt glitt wie der gute Geiſt des Hauſes vom Sorgenſtuhl des Vaters zur Seite der Mutter, ſie verſtand mitzu⸗ lächeln ſo gut als mitzuweinen. Brach Clara's Herz auch oft beim Anblick dieſer beraubten Jugend, für welche Nichts da zu ſein ſchien, als hundertgeſtaltiges Entſagen, ſo war dieſelbe Jugend zugleich ihr Troſt: noch konnte ihrem Liebling dereinſt ein Stern auf⸗ gehen der höhere Stern der Kunſt! Seit dem letz⸗ ten Schickſalsſchlage, welcher ihr Haus betroffen, war ſie entſchloſſen, den Vorſchlag ihres Bruders für Lit⸗ ta's Zukunft anzunehmen. Jetzt band Alles die treue Tochter noch an die Heimath einſt aber, wenn die ſchwache Lebensflamme des Vaters vollends verglüht ſein würde, ſollte ſie das Talent pflegen, welches Gott ihr zum Erſatz für verſagtes Glück gegeben.

Heute waren beide Frauen beſchäftigt, für den bevorſtehenden Verkauf ein Inventar aufzunehmen