Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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wie öffentliches Urtheil vor völligem Sinken bewahrt hatte. Nun aber ſtürzten Hoffnung, Zukunft, Alles rettungslos in Trümmer. Der Verdacht von Schuld und Lüge blieb haften, der fremde Antheil, durch die Kriegsereigniſſe bereits in den Hintergrund gedrängt, wurde ſtumpfer, und ſeit auch die Commerzienräthin Bornſtedt die Stadt verlaſſen hatte, um ihre fern le⸗ bende Tochter in den Wochen zu pflegen, ward Ver⸗ einſamung mehr und mehr das Loos der Geprüften. Dunkel die Gegenwart, dunkler noch die Zukunft! Der Rentmeiſter war nicht allein unfähig zu je⸗ der Thätigkeit, ſondern ſogar zum Weiterleben unfähig in ſein Haus zurückgekehrt. Die erlebte Schande, fruchtloſe Anſtrengungen, ſich aus dem Netze loszuwir⸗ ren, in das ihn nachläſſige Amtsführung verſtrickt, Selbſtvorwürfe und monatelange Haft hatten den kränkelnden Mann an Leib und Seele gebrochen. Seit einem Schlaganfalle, der ihn noch im Gefängniß be troffen und ſeine Freilaſſung beſchleunigt hatte, ſchien ſeine Erhaltung nur noch eine Frage der Zeit. Clara's ſchweigende Energie hob ſich ſo vielem Jammer gegenüber zur handelnden Kraft. Es galt, aus den Trümmern des zerſtörten Hauſes eine neue Hütte zu bauen, die ihren Kindern Obdach gab. Ihr Plan war einfach. Sie bereitete ſich vor, die gedie⸗