Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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Den, der die einſame Wache hält, wie Geiſter anderer Welten. Die Schranken, welche Raum und Zeit be⸗ grenzen, ſinken nieder, der ſchauernde Geiſt betritt die Brücke zur Ewigkeit, und jede Fiber des eigenen Her⸗ zens gehört jenem Herzen, deſſen Schlag von Minute zu Minute ſtill zu ſtehen droht.

Nicht die Macht der angeborenen Liebe allein, auch die Erkenntniß, daß ſie einen Engel beherbergt, war der Mutter in ſolchen Stunden zum Bewußtſein gekommen einen Engel, deſſen Schwingen ihr erſt ſichtbar wurden, als er ſie entfaltete, um ſich in ſeine Heimath fortzuſchwingen. Nachdem das Delirium des Nervenfiebers gewichen, welches hundertfältig immer daſſelbe ſchaurige Bild gezeichnet: Erich verwundet, verlaſſen, erſtarrend auf eiſiger Erde! nachdem Hoffnung und Erholung leiſe zu grüßen begannen, lernte die Mutter ihr Kind kennen. Wie Jeder, der Eins in ſich iſt, verſtand Paula das Erhabenſte. Nie von der trockenen Einſamkeit der Außenwelt ermüdet, hatte ſie in der Einſamkeit der Natur Schätze gewon⸗ nen. Was in ihr lebte, das beſaß ſie ganz, und da ſie Nichts für ſich erſtrebte, gehörte ihr das Höchſte der Friede!

Was eine ſo harmoniſche Natur auch Andern ge⸗ weſen, zeigte ſich jetzt Tag für Tag in hundert rühren⸗