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Gott, hätte doch nur der Herr Barou dieſen Tag er⸗ leben dürfen!“ Während er zu dem Bilde hinaufzeigte, das über dem Haupte der Gnädigen niederblickte, zog ein Schatten über ihr leuchtendes Geſicht. Sie ſchwieg einen Moment und ſagte dann tiefernſt:„Was Gott thut, das iſt wohlgethan!—— Für heute habt Ihr Alle Feierabend; nächſten Sonntag ſollt Ihr auf dem Vorwerke bewirthet werden, Jeder mag ſeine Angehö⸗ rigen dorthin mitbringen zu Mahlzeit und Tanz. Wäre meine Tochter nicht krank, ſo würde ich Euch hierher auf den Hof laden, doch komme ich jedenfalls hinaus, um mit Euch fröhlich zu ſein. Und nun für heute Gott befohlen! Servaz wird ſorgen, daß Ihr drunten in der Küche einen Trunk findet, um auf die Geſund⸗ heit Eures jungen Herrn anzuſtoßen.“
Während ſich die Leute fröhlich zur Thüre hinaus drängten, blieb die Gnädige allein im Saale zurück. Als der letzte Schritt verhallte, wandte ſie ſich um, ſtützte ihre beiden Hände auf die Armlehnen des Seſ⸗ ſels und ſah zu dem Bilde ihres Gatten auf. Eine Thräne blinkte, über ihre Lippen ging ein Flüſtern. Der milde Blick der braunen, tiefen Augen drang ihr, in die Seele wie Lebendiges— ihre Jugend, ihr ſchmerzliches Eheglück, aller Glanz und alles Weh der Vergangenheit blickte ſie aus dieſen Augen an. Lang⸗


