Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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ſagte ſie mit brechender Stimme, und erhob ſich wie zur Flucht. Plötzlich wandte ſie den Kopf zurück, neigte ſich über ihn, und küßte ihre ganze Seele auf ſeine Lippen. Er preßte ſie feſt an ſein ſtürmiſch klopfendes Herz.Du biſt mein!

Litta löſte ſich mit ſanfter Gewalt aus ſeinen Armen.Wir ſehen uns niemals wieder Lebe wohl!

Er ließ ſie augenblicklich frei und trat zurück. Du liebſt mich nicht!!

Die lieben, ſchönen Augen blickten mit eigenthüm⸗ lichem Ausdruck auf ſein finſteres Geſicht. Sie zögerte ſchweigend. Dann winkte ſie mit der Hand und eilte hinweg, ohne noch einmal umzublicken.

Erich ſah ihr unbeweglich nach, bis die lichte Ge⸗ ſtalt zwiſchen den Laubgängen verſchwand. Auch nicht die leiſeſte Regung trieb ihn in dieſem Augenblick, ihr zu folgen. Er ſaß mit verſchränkten Armen auf der⸗ ſelben Stelle, die Litta vor wenigen Minuten neben ihm eingenommen, und ſtreifte achtlos ein Blatt nach dem andern von den Zweigen der Laube ab. Unſäg⸗ liche Bitterkeit gährte in ihm. Sein Auge glitt zer⸗ ſtreut über das Blumenbeet, und wandte ſich ab, als quälte ihn der Anblick der lachenden Roſen. Die Welt ſah ihn mit all ihrer Sommerpracht ſo ausgeſtorben an! Es gab keine Stätte mehr, wo er daheim war.