Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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Die letzten Worte, welche er mit ſeiner Mutter gewech⸗ ſelt, klafften zwiſchen ihm und dem Vaterhauſe wie ein gähnender Riß, und ſie, um deren Liebe willen er mit Allem gebrochen, gab ihn auf. Er fühlte ſich ſchaurig allein. Das treue Auge der Schweſter blickte ihn an ja, dies Herz blieb ſein, aber dieſelbe Mauer, die ihn von der Heimath ſchied, trennte ihn zugleich von Paula. Er wollte ſeiner Mutter, konnte ſeiner Schweſter nicht begegnen, ſelbſt ihr zu ſchreiben hatte er ſich ſeitdem nicht überwinden können, jede Erinnerung an Gotzlow riß brennende Wunden auf.

Und das Alles um ein Phantom! Sein Herz ward kalt und öde. Es vermochte nicht an eine Liebe zu glauben, die ſich ihm entzog, an eine Treue, die ihn einſam ließ. Fahre hin! Unmögliches war verſun ken, es galt, damit fertig zu werden, Litta's Verlangen ſollte ſich ihr erfüllen, ſie ſollte ihn nach dieſer Stunde niemals wiederſehen. Fort aus einer Umgebung, wo Alles ihn an Verluſte mahnte dies allein war noch eines Wunſches werth.

Nach einigen in quälendſter Stimmung verlebten Tagen beſuchte Erich den Regierungspräſidenten, um von dem, ihm wohlgewogenen Chef vierzehntägigen Urlaub zu einer Reiſe nach Berlin zu erbitten. Im Getriebe der Hauptſtadt, unter den dortigen zahlreichen