und Elend nie! Dein Herz kann der Kindestreue nicht vergeſſen, es wird ſich ewig heimſehnen, und ich ſollte mit ſolcher Verſchuldung an Deiner Seite glücklich ſein! Erich, jeder Schatten auf Deiner Stirn, jeder verän⸗ derte Laut Deiner Stimme müßte mir Vorwurf be⸗ deuten— es darf nicht ſein! Deine Mutter kann nicht anderen Sinnes werden, wie es auch enden mag, unſer Name bleibt beſcholten, und es iſt nicht allein ihr Recht, es iſt ihre Standespflicht, ſolchen Namen dem eigenen hochgeſtellten Geſchlechte fern zu halten. Laß ab, mein Herz zu quälen, ich bitte Dich! Nimm Dank für jeden glückſeligen Augenblick— Du haſt mich gelehrt, was Lieben ſei, o Gott! ich lehrte Dich dafür, was Leiden heißt!“
„Ja, Du lehrſt es mich!“ rief Erich außer ſich. „Wenn ich mit Dir nicht leben ſoll, hilft mir Deine Liebe ſo wenig, als die Liebe einer Todten! Muß ich Dich verlieren, ſo fließt jedes Glück, das Du mir ge⸗ geben, und jedes Glück, das ich von Dir erwartet, in denſelben Schmerz zuſammen. Alles, was mir theuer war, habe ich um Deinetwillen von mir geworfen, und Du— gibſt mich auf!“ 3
Litta wurde todtenblaß.„Ich habe Gott und mir ſelbſt gelobt, bei Allem, was heilig iſt, daß ich ohne den Segen Deiner Mutter nie Dein Weib werde“,


