Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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an mich gerichtet, ob ich Willens ſei, zu warten! Da ſprachſt Du es aus, welche Liebe zwiſchen Dir und Deiner Mutter beſteht, hierauf allein gründete ſich Deine Hoffnung, ihren Widerſtand mit der Zeit zu beſiegen, und wie gern theilte ich Deinen Glauben, daß Liebe jedes Vorurtheil überwindet. Jetzt gibt es aber kein Vorurtheil mehr, Erich, es gibt Unmöglichkeiten! Oder glaubſt Du noch, daß eine Zeit kommen wird, wo Deine Mutter unſeren Bund ſegnet? Gib mir Wahr⸗ heit!

Ihr Auge drang tief, unergründlich tief in das ſeine. Schwer athmend erwiderte er:Nein.

Es laſtete auf Beiden wie Gewitterſchwüle. Dann brach Erich aus:Wohl! ich habe zu wählen zwiſchen meiner Mutter und meinem Weibe, und dieſe Wahl iſt vollzogen, ſeit mein Fuß Gotzlow zuletzt betrat. Ich bin ein freier Mann kann ich Dir nun auch kein glänzendes, ſo darf ich Dir doch ein geſichertes Loos bieten, Niemand und Nichts ſteht zwiſchen uns, als einzig Dein Wille!

Und verſagter Segen! rief Litta erſchauernd. Nie darf ich, nie will ich die Deine werden, es wäre Frevel, Dich für ewig von Heimath und Familie zu ſcheiden! Du ſelbſt haſt mir aufgethan, was Mutter und Schweſter Dir ſind. Groll geht vorüber, Unſegen