Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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klang die Hausthür und Alles war todtenſtill, wie zuvor.

Litta eilte zu ihrer Mutter hin, die regungslos auf derſelben Stelle blieb, wo ſie Bacher's letzte Worte angehört.Hatte ich nun Recht! rief das junge Mäd⸗ chen flammend,haſt Du ihn jetzt erkannt, dieſen nie⸗ drigen Schleicher, an den ihr ſo feſt geglaubt! Daß Du auf ihn umſonſt gehofft, wußte ich ſo ſicher, als daß ich lebe!

Clara wandte ihrer Tochter den Kopf mit einem Ausdruck zu, als hätte ſie von dieſem Ausbruch glühen⸗ den Unwillens keine Silbe verſtanden, als kehrte ihre Seele aus weiten Fernen zurück, wo ſie Grauenhaftes erſchaut. Ihre Hände ſanken ſchlaff an ihr nieder, ein Murmeln ging über die ſchreckensbleichen Lippen, doch dauerte es Minuten, bis es ſich zu verſtändlichen Wor⸗ ten formte:Was war das? Er läugnet, daß Alles durch ſeine Hände ging! Sie preßte ihre zitternden Finger vor beide Augen, als wollte ſie dieſelben allzu grellem Lichte verſchließen und ſtöhnte:Barmherziger Gott, bewahre mein Herz vor argen Gedanken!

Tief erſchrocken kniete Litta vor der Mutter nie⸗ der und küßte ihr leidenſchaftlich die Hände.Beruhige Dich! Mein Vater iſt nicht ſchuldig, keine Feigheit, keine Bosheit kann aus Recht Unrecht machen! Muth,