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fahren, und zugleich ſchreckte Frau Kalden aus ihrem Halbſchlummer auf. Litta wiſchte ſich haſtig die Thrä⸗ nen von der Wange und rief:„Herein!“ während ſie ſich der Thür näherte. Sekretär Bacher trat ein.
Das junge Mädchen prallte mit einem Ausdruck zurück, der ihr Geſicht nur wie ein Funke durchzuckte, dem Ankömmling aber nicht entging. Während er ſich vor ihr verbeugte, traf ſie ein ſtechender Blick; dann wandte er ſich Frau Kalden zu, die ihm mit einem Freuderuf beide Hände entgegenſtreckte.
„Da ſind Sie, endlich ſind Sie da!“ ſchluchzte ſie auf.„Nun wird Alles gut werden— mit Ihrer Hülfe findet ſich gewiß die Spur des Schurken, der uns ſo elend gemacht, auf Sie allein habe ich gehofft im troſtloſen Dunkel dieſer Leidenstage!“
Bacher zuckte die Achſeln.„Sie verkennen die Sachlage, Frau Rentmeiſter“, ſagte er ablehnend.„Ich ſelbſt bin ja durch dieſen unſeligen Vorfall ebenſo gra⸗ virt, wie Ihr Herr Gemahl, und wäre froh, wenn Aufklärungen in Ausſicht ſtänden! Um Ermittelungen anzuſtellen, müßte ich aber auf freiem Fuße ſein! Tele⸗ graphiſch einberufen habe ich meine Reiſe in Beglei⸗ tung einer Gerichtsperſon zurückgelegt, und in gleicher Geſellſchaft Ihr Haus betreten, weil die Herren es für gut befanden, Vernehmung und Protokoll im Amts⸗


