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mich noch heute dem theuerſten, dem würdigſten Mäd⸗ chen Deine Zuſtimmung bringen, damit ſie mir das Recht gönnt, ihr jetzt, wo ſie deſſen bedarf, männlich zur Seite zu ſtehen!“
„Biſt Du wahnſinnig!“ ſtieß die Gnädige keuchend hervor, indem ſie ſich gewaltſam aus dem Arme los⸗ riß, der ſie während der letzten Worte umſchlungen. „Iſt es ſo weit mit Dir gekommen! Allmächtiger Gott, womit habe ich das verdient! Mein einziger Sohn, der Träger unſeres alten Namens, bettelt um meine Zuſtimmung, Schmach und Schande über ſein Haus zu bringen. Die Tochter eines Zuchthäuslers wird nie Dein Weib— nie, ſo lange meine Augen offen ſtehen, aberwitziger Thor!“
„Genug“, rief Erich mit fahlen Lippen—„zu
viel! Du nennſt mich aberwitzig, weil ich meinem Her⸗ zen folgen will, und doch thateſt Du dereinſt das Gleiche! Um meinem Vater anzugehören, haſt Du ſelbſt Allem getrotzt—“
„Will es da hinaus?“ unterbrach ſie ihn, indem ihre hohe Geſtalt zu wachſen ſchien.„Ja, es iſt wahr, ich habe mich der Heimath entfremdet, Vater und Mut⸗ ter verlaſſen, um dem Manne meiner Wahl zu folgen. Dieſer Mann aber war mir ebenbürtig, war meiner werth, uns trennte Nichts als unverſöhnlicher Eigen⸗


