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einſprach, ungleich behaglicher als vordem. Unter die⸗ ſen Zuſtänden hatte ſich während der letzten Jahre ſogar ein Verhältniß zwiſchen den Gatten hergeſtellt, das für den, Alles nach ſeinem perſönlichen Bedürfniß färbenden Sinn Matterns einen gewiſſen Reiz erhielt. So auftauchen, wieder verſchwinden, Liebenswürdig⸗ keit auszugießen wie aus einem Füllhorn und mit der ſtillen Ueberzeugung von dannen zu gehen, daß ein Mann wie er, unendliches Vermiſſen hinter ſich laſſen müſſe, entſprach ganz und gar ſeinem Weſen. Als ihm nun ſo unverhofft noch Ausſicht zu einem Erben aufging, ſteigerte ſich das Gefühl für ſeine Frau bis zur Wärme; er blieb ſeit Jahren zum erſten Male monatelang daheim, und fand im Studium der ver⸗ ſchiedenſten Bücher, bei Jagden und nachbarlichem Verkehr, daß ſich auch auf dem Lande angenehm leben laſſe.
Der Schlag, welcher ihm Beſitz und Hoffnung zu⸗ gleich raubte, traf ihn tiefer, als er ſelbſt für möglich ge⸗ halten. Aus dieſer Gemüthsſtimmung erwuchs ihm ein Ernſt, eine Herzenswärme, die Frau Roſtan überraſchte und wohlthuend berührte. Sophie hatte bisher wenig Sympathie für den Grafen empfunden. Zwar geſtattete der Verſtorbenen Zartgefühl ihr der Freundin gegenüber
kaum eine Andeutung des Mangels, worunter ſie ge⸗ 2*


