Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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nahm während dieſer Wochen einen feſtlichen Charakter an. Alles Schöne und Angenehme, Alles, was ſonſt als ſeltener Aufwand galt, drängte ſich für die Kinder in die Beſuchszeit Dora's zuſammen. Sie ſahen ſich beſchenkt, berückſichtigt, genoſſen wundervolle Ferientage bei Ausflügen nach Oliva oder Zoppot, wo ſich die Gräfin einzumiethen pflegte, während ſie Dora ganz den Eltern überließ, und blickten um ſo neidloſer auf die Schweſter, weil ſie ihnen nicht nur längſt als Aus⸗ nahme galt, ſondern weil ſie wirklich das liebenswer⸗ theſte Geſchöpf war. Den Eltern, welche ihr Kind wie eine Sonne aufgehen und wieder ſcheiden ſahen, war dabei ſeltſam zu Muthe. Während der Zeit des Be⸗ ſitzes regte ſich das Bewußtſein der Entbehrung mit doppelter Stärke, und doch konnte ihnen keine Reue erwachſen, denn Dora's harmoniſche Entwickelung be⸗ wies, daß ſie jene Lebensluft athmete, für die ſie ge⸗ ſchaffen erſchien. Einfach, und ſtets überraſchend, alles Geiſtige mit Leichtigkeit, alles Seeliſche mit Inbrunſt erfaſſend, war Dora ſchon im vierzehnten Jahre ein ungewöhnliches Kind, und verſprach ein ausgezeichnetes Mädchen zu werden. Die Art und Weiſe, womit ſie ſich im Elternhauſe bewegte, hatte etwas Reizendes. Ihre freudenvolle Hingabe an jede kleinſte Erinnerung aus frühen Kindertagen, ihr Anſchmiegen an die Ge⸗