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Leben, über deſſen Zukunft verfügt wurde, von nichts, und es war beſchloſſen, der Kleinen nur von einer Reiſe zu ſagen, die ſie mit Tante Mattern unterneh⸗ men dürfte. Dora empfing dieſe Mittheilung ſtrahlen⸗ den Auges, und ihr Jubel wuchs, als ſie allerlei Neues für ſich einkaufen und die hübſchen Sachen in Koffer verpacken ſah. Als aber die Stunde des Scheidens kam, als der Wagen, welcher die Familie Mattern mit der Kleinen zur Bahn bringen ſollte, vor dem Hauſe ſtand und Vater und Mutter ſie unter heißen Thränen in die Arme preßten, ſchien es plötzlich wie eine Ahnung in der kleinen Bruſt aufzuſteigen. Dora riß ſich aus der Mutter Armen. Glühende Tropfen ſchoſſen gewaltſam in ihre Augen, und während die Gräfin ſie in den Wagen hob, rief ſie mit unbeſchreiblichem Tone zurück: „Ihr gebt mich weg.“ II.
Gräfin Mattern pflegte den größten Theil des Jahres auf ihrem Stammgute zu verleben, während ſich ihr Gatte meiſt in der Reſidenz oder auf Reiſen bewegte und nur ab und zu für einige Zeit bei den Seinigen einſprach. Stille Jahre floſſen Minna in reicher Befriedigung hin, während ſie ſich ganz ihrer Pflegetochter widmete. Indem ſich ihre eigene hohe Bildung mit dem


