Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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Es war Herbſt, als Graf Mattern mit ſeiner Gattin in Danzig eintraf. Roſtan fand ſich mit dem Grafen, den er jetzt erſt kennen lernte, bald auf dem Fuße klaren Verſtändniſſes, obgleich der raſtloſe Geiſt dieſes Mannes dem ruhigen, durch Beruf wie Charakter ſtreng geſchulten Beamten keineswegs ſympathiſch war. Mattern war aber im beſten Sinne Cavalier, und dieſe Seite trat günſtig hervor, als der ſchwebende Punkt zur Be⸗ ſprechung kam. Er zeigte ſich mit den Abſichten ſeiner Frau durchaus einverſtanden, ſchien von Dora's Er⸗ ſcheinung ganz entzückt und ſagte den ritterlichſten Schutz für ihre Zukunft mit einer Wärme zu, die ihm gut ſtand. Die Frage eines Fixirens der äußeren Verhältniſſe, von ihm ſelbſt in discreter Form zur Sprache gebracht, ſollte durch ein von der Gräfin no⸗ tariell zu vollziehendes Teſtament präciſirt werden, in welchem ſie der Pflegetochter eine namhafte Summe zuſchreiben wollte. Roſtan, der ſich hier einfach zu⸗ ſtimmend verhielt, beſtand ſeinerſeits darauf, daß ſein Kind den väterlichen Namen nicht vertauſchen dürfe und im Zuſammenhange mit ihrer Familie bleiben ſolle, ſoweit dies möglich war.

Während die Männer dies miteinander feſtſtellten, ſaßen beide Frauen zuſammen und gaben ſich gegen⸗ ſeitige Zuſagen und Tröſtung. Noch wußte das junge