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Ihr, welche namenloſe Wohlthat Ihr einer Frau er⸗ weiſt, die Euch ewig dafür danken würde, dann erſcheint Euch ſolches Opfer doch vielleicht möglich.“
„Noch kann ich den Gedanken nicht faſſen“, ſtam⸗ melte Sophie,„und was wird Roſtan ſagen?“
„Daß Du dies fragſt, giebt mir den Troſt, daß Du den Gedanken dennoch gefaßt. Ich verlange, er⸗ bitte ja nicht augenblickliche Entſcheidung. Keinen Raub möchte ich an Euch begehen zur Vergeltung Eurer Gaſtlichkeit, nur ein Band zwiſchen uns weben, das die alte Jugendfreundſchaft zur unlöslichen Verbindung knüpft. Ich reiſe morgen, wie Du weißt. Sprich mit Deinem Manne erſt, nachdem ich gegangen! Folget dann ganz der Eingebung Eures Herzens! Widerſpricht er meinem Wunſche entſchieden, dann ſchreibe mir dies aufrichtig, in dieſem Falle komme ich nicht wieder. Aber ich hoffe, hoffe auf die Liebe zu Dora, der ich, was Aeußerliches betrifft, eine geſicherte Zukunft bieten kann, hoffe auf Sympathie für mich, die nicht nur Du, die mir auch Roſtan in warmer Weiſe bewieſen, ſeit ich ſo glückliche Wochen in Eurem Hauſe verleben durfte.“
„Der Graf aber, Dein Mann, liebſte Minna, wird er einverſtanden ſein?“
Die Gräfin lächelte ſchwach.„Mattern iſt mit


