und er beſchloß, ſich auf Reiſen zu begeben. Er berieth ſich mit ſeinem Freunde Bajogid darüber. 5. „Ich dachte es wohl, daß es ſo kommen wird,« ſprach dieſer,„denn, ſo wie im Fluſſe ſich Welle an Welle drängt, ſo ſind die Wünſche der Menſchen und euer Herz iſt un⸗ erſättlich wie das Meer, welches unaufhör⸗ lich alle zuſtrömenden Gewäſſer aufnimmt, ohne doch ſeine Gierde hinlänglich befriedigt zu ſehen. Warum willſt du aber in der Ferne ſuchen, was dir vielleicht die Nähe darbieten kann? Harre noch einige Tage, und vielleicht erhältſt du Gelegenheit zu einer Zerſtreuung ganz anderer Art, denn der Zufall bietet oft da die Hand, wo menſchliches Sinnen keinen Ausweg zu finden weiß⸗« Wolluf war ge⸗ wohnt, die Worte Bajogids für Orakelſprüche zu halten, er bezähmte alſo einige Tage ſeine Ungeduld, obſchon noch weniger ſeine Neugierde. Da ertönte plötzlich das Horn des Thurm⸗ wächters, und man meldete einen Reiter,
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