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trotzteſt Dul.... Darf ich es noch geſtehen? ich verlor die Summe, welche ich geſtern fuͤr dich ein⸗ nahm.“.
„Du verlorſt ſie!“ entgegnete Emilie, und um⸗ ſchlang mich.„O gelobt ſey Gott! dann wirſt Du nicht mehr ſpielen.“
„Am naͤchſten Vormittag ſandte mir mein Nachbar am gruͤnen Tiſch hundert fuͤnf und vier⸗ zig. Louisd'ore von der Summe wieder, die ich ſo thoͤricht vergeudet hatte; der Mann ſpielte vernuͤnf⸗ tiger als er rieth. Das Benehmen meiner Frau kann uͤbrigens anderen Frauen zum Muſter die⸗ nen; kein Vorwurf kam uͤber ihre Lippen, kein Blick verrieth mir mehr, was ſie empfunden hatte. Dieſe Guͤte beſchaͤmte mich mehr, wie die aͤrgſte Strafprediat es gethan haben wuͤrde: ich ſagte mir alles das ſelbſt, was ſie mir haͤtte ſagen
koͤnnen, und nahm mir feſt vor, nie wieder zu
ſpielen.“ „Aber ſo ſchnell aͤndert ſich der Menſch nicht.
Meine Vorſaͤtze waren vortrefflich; haͤtte die Aus⸗
fuͤhrung ihnen nur entſprochen!“.
Seit lange getrennt von Emilie, meinem Schutz⸗ geiſt, durch Ereigniſſe, deren Erzaͤhlung nicht hier⸗ her gehoͤrt, war ich, in Folge meiner Dienſtver⸗ haͤltniſſe, Adjudant bei einem commandirenden Ge⸗ nerale geworden, der bald eine große Zuneigung
zu mir faßte, und mich mehr wie Sohn und Freund, enn


