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Frau, die nicht minder bebte. Jeder Schauer, der
ſie durchzuckte, war mir ein Stich ins Herz, ich wollte zu ſprechen anfangen und fand keine Worte... nie in meinem Leben war ich verlegener, bewegter, nie fuͤhlte ich die Rauhigkeit der Witterung mehr wie in dieſem Augenblick. Ich hatte, blos in mei⸗ nen Mantel gewickelt, auf Hollands moraſtigem Boden ohne Mutrren bivouaquirt, ich hatte unter Egyptens heißer Sonne gefochten, und dem entſetz⸗
lichen Uebergang uͤber die Bereſina beigewohnt....
aber damals war ich allein, und jetzt durchſchauerte der Nachtwind meine Emilie, jetzt fiel der eiſige Regen auf ihr Haupt mit..... Ich druͤckte mein zittern⸗ des Weib feſter an mich, der Froſt, welcher ſie durchbebte, zerdruͤckte mein Herz. Um mir Luft zu machen, begann ich den Bedienten auszuſchel⸗ ten, daß er nicht hatte anſpannen laſſen.„ Die
gnaͤdige Frau hat es nicht befohlen;“ erwiederte er
mir. Ich fuhr nun gegen das Kammermaͤdchen los, daß ſie nicht wenigſtens einen Regenſchirm mitgenommen habe.„Madame eilte ſo ſehr, ich mußte machen ihr nachzukommen;“ antwortete dieſe. Ach! ich durfte niemand anklagen wie mich ſelbſt; niemand!... Ich haͤtte vergehen moͤgen!“
„In unſere Wohnung gekommen, ſchloß ich
Emilie in meine Arme; ſie bebte noch immer. Wie ungluͤcklich bin ich! rief ich aus, Dich ſo be⸗ unruhigt zu haben!.... und welch einem Wetter


