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dem Ritter Grinwald hatten eben nicht dazu ge⸗ dient ſein Benehmen ſanfter, ſeine Sitten milder zu machen. Aber, beſſer wie ſein Gebieter, ſchlug unter dem rauhen Erz ein menſchliches Herz, und oft wandte der Diener mit Abſcheu ſeine Blicke von den Handlungen ab, die er den Herrn bege⸗ hen ſah, an dem er uͤbrigens mit der ganzen Treue und Ergebenheit eines Vaſallen hing, der es fuͤr die erſte aller Pflichten haͤlt, dem Lehnsherrn einen blinden Gehorſam zu weihen.
Es laͤßt ſich hiernach denken, daß die ruͤhrenden Bitten der ungluͤcklichen Ermenance, ihn in keine geringe Verlegenheit ſetzten. Heilig hatte er ſeinem Ritter verſprochen, nie der verſtoßenen Gattin ihre andern Toͤchter zuzufuͤhren, und dennoch ergrif⸗ fen ihn die Thraͤnen der Mutter ſo ſehr, dennoch fuͤhlte er, wie grauſam, wie unmenſchlich es waͤre, einer ſo tief in Jammer Verſunkenen, dieſen einen, ſchwachen Troſt zu verſagen..... Ein ſchwerer Kampf zwiſchen dem, was er fuͤr Pflicht hielt, und ſeinen beſſeren Gefuͤhlen, entſpann ſich in ſeiner Bruſt, zum Erſtenmale begann der Vaſall zu pruͤ⸗ fen und zu uͤberlegen.... aber bald ſiegte die Gewohnheit des unbedingten Unterwerfens unter den, wenn auch nicht fuͤr gut, doch immer fuͤr unverletzlich gehaltenen Willen des Gebieters, und er beſchloß, da ſich das loͤblichere Gefuͤhl in ſei⸗ nem Herzen doch nicht unterdruͤcken ließ, wenig⸗
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