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Die Thürme von Wüflans, der Historiker und noch einige Kleinigkeiten : Erzählungen / Friedrich Gleich
Entstehung
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ten und letzten der Thuͤrme von Wuͤflans, hier ihr ein Gemach anweiſend und zugleich das Verſprechen gebend, daß er taͤglich gewiſſenhaft alles ihr Noͤ⸗ thige beſorgen werde.

Der Ton der Stimme, mit welchem Raimund der Gefangenen dies verſicherte, war bewegt; ſie glaubte ſelbſt in ſeinem Auge einen Tropfen des Gefuͤhls, der Theilnahme an ihr und ihrer Kinder grauſamem Loſe zu ſehen, und ein Schimmer von Hoffnung blitzte in der Nacht ihres Jammers auf. Raimund! rief ſie,alter Diener! nie that ich Euch etwas; immer war ich Euch eine milde Ge⸗ bieterinn. Vermoͤgt Ihr es jetzt, mich lebendig zu begraben? Koͤnnt Ihr mein Leiden, meine Thraͤ⸗ nen ſehen? Koͤnnt Ihr den Jammer einer Mut⸗ ter um ihre verlornen Kinder ertragen? Koͤnnt Ihr es ohne zu helfen?.. O nur Einmal, nur ein Einzigesmal laßt mich meine drei Toͤchter ſehen.... nur Einmal ſie an dieſe Bruſt druͤcken, und gern mag dann dieſe Eiſenpforte ſich auf im⸗ mer hinter mir ſchließen. Raimund, erbarmt Euch meiner, wie Gott einſt Eurer ſich erbarmen mag! laßt eine graͤnzenlos Unglüͤckliche nicht verhebens flehen.

Naimund war ein rauher Kriegsmanns aufße⸗ wachſen unter Kaͤmpfen, geboren gleichſam im Harniſch, war ſein Aeußeres hart wie der Panzer, welchen er trug, und die langjaͤhrigen Dienſte bei

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