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ſtens der flehenden Ungluͤcklichen den Troſt der Hoffnung, den Stab aller Leidenden hienieden, nicht zu rauben.„Edle Frau,“ entgegnete er,„was Ihr begehrt, vermag ich nicht zu erfuͤllen, jetzt nicht.... jetzt.... o weint nicht ſo ſehr! ich kann, ich darf nicht.... doch faßt Muth.... Raimund iſt kein Barbar; was ihm der Augen⸗ blick nicht erlaubt, geſtattet vielleicht..... doch jetzt bitte, jetzt beſchwoͤre ich Euch, ſeyd ruhig und denkt an Eure kleine Giſella, die der muͤtterlichen Pflege bedarf...... ſo lange ich lebe..... doch nein! nein! ich werſpreche nichts, ich kann nichts verſprechen; aber verzagt nicht und denkt, daß Rai⸗ mund uͤber Eure anderen Kinder wacht.“
Mit dieſen Worten entfernte er ſich ſchnell und toͤnend ſchloſſen ſich hinter ihm die ehernen Pforten, welche fernerhin Ermenance und ihr Kind von dem Leben der Welt ſcheiden ſollten.
Zwei Tage hatte die Caſtellanin von Wuͤflans ſchon hier geſeufzt, fern von aller menſchlichen Ge⸗ ſellſchaft, indem ihr ſelbſt die benoͤthigten Nah⸗ rungsmittel nur durch einen Schieber, gleichſam mit unſichtbaren Haͤnden gereicht wurden, als am Morgen des dritten ein dumpfes Gelaͤute ſie aus dem Schlummer weckte, in welchen Ermuͤdung ſie hatte ſinken laſſen. Erſtaunt horchte ſie auf, bald drangen Grabesgeſaͤnge zu ihrem Ohr. Ein Schau⸗ der durchbebte die Arme; ſie ahnte was vorging,
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