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Die Thürme von Wüflans, der Historiker und noch einige Kleinigkeiten : Erzählungen / Friedrich Gleich
Entstehung
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walt der Erde ſie von der Kleinen trennen ſollte, und daß ſie von nun an den Himmel ſelbſt bitten wolle, das Geſchenk eines Sohnes einem ſo un⸗ wuͤrdigen Vater auf immer zu verſagen.

Wohlan dann, rief, dieſe Worte hoͤrend, hohn⸗ lachend der Tyrann,es ſey! Du ſollſt Dich nicht von der Creatur, der Du das Leben gabſt, tren⸗ nen, aber Du, wie ſie, ſollen die Freiheit nimmer genießen, und weil Du es wagſt, Dich meinem hei⸗ ßeſten Wunſche entgegen zu zeigen, ſollſt Du fuͤrder todt ſeyn fuͤr die Welt. Der vierte Thurm mei⸗ nes Schloſſes ſoll Dich fuͤr immer verſchließen, und an der Seite einer anderen Gattinn, will ich dei⸗ nem Gram und Deinem boͤſen Willen zum Trotz, mir einen Erben meines Namens und meiner Guͤ⸗ ter erzielen. 849

Er ging, und gluͤcklich, ihrem Kinde die muͤtter⸗ liche Bruſt zur erſten Nahrung reichen zu koͤnnen, ſank Ermenance, in einem heißen Dankgebete zu Gott, auf ihre Knie. Die Schrecken einer lebens⸗ langen Gefangenſchaft entſetzten ſie nicht, nicht die Drohung des fuͤhlloſen Mannes, eine Andere an ſeine Seite zu nehmen. Sie behielt ihr Kind, ſie ſollte ſich nicht von ihm trennen, ſie ſollte es war⸗ ten und pflegen duͤrfen.... bedarf das Herz einer Mutter noch mehr? Ach! ſie wuͤrde ſich in dieſem Augenblick fuͤr die gluͤcklichſte der Frauen gehalten haben, waͤre nicht das Andenken an ihre