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Kreuz und ſeiner Mannesehre, den Tod der ge⸗ liebten Tochter an dem Moͤrder zu raͤchen und nicht eher zu ruhen, bis ihr vergoſſenes Blut mit dem Blute des Grauſamen, der ſie in ein fruͤhes Grab ſtuͤrzte, geſuͤhnt ſey.
Und wie er geſchworen, ſo hielt er. Nach Granſon ziehend, kaͤmpfte er mit dem Freiherrn bis auf den Tod, und raͤchte in dem Blute des Moͤrders die hingeopferte Tochter, waͤhrend Engu⸗ errand, nichts ahnend von dem Geſchick der Schwe⸗ ſter und den Leiden des Vaters, froͤhlich in der „guten Stadt Arles“ nach dem erſten Danke aus der Hand der ſchoͤnen Grafen Tochter von Pro⸗
vence rang, die ſpaͤter ihm als eheliches Gemahl
in die Burg ſeiner Vaͤter folgte, und hier Stamm⸗ mutter jener beruͤhmten, vorher ſchon erwaͤhnten Gabriele von Vergy wurde, deren Liebe, Leiden und Tod durch die Geſaͤnge von dem edlen und tapferen Caſtellan von Coucy und dem wilden Rit⸗ ter Fayel, bis auf die Faunſe Nachwelt heruͤber⸗ geklungen ſind.
Jetzt hatte nun zwar der alte Vergy die Toch⸗ ter geraͤcht, aber ſein Gewiſſen, ſo lange ſchlum⸗ mernd, war erwacht, und zum Erſtenmale machte er ſich Vorwuͤrfe, ſeine Toͤchter, nach der rauhen Sitte der Zeit, zu Ehebanden gezwungen zu haben, die ihre eigenen Herzen nicht wuͤnſchten. Nur
ein Troſt blieb ihm noch in dieſem Grame, der


