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ſtirb, und moͤge den Schaͤndlichen ein gleiches Loos betreffen!“ und mit dieſen Worten ſie erfaſ⸗ ſend, ſtoͤßt er der Ungluͤcklichen, die nur noch ſo viel Zeit behaͤlt, um ſterbend zu rufen:„Es war mein Bruder!“ ſein breites Jagdmeſſer bis an das Heft in die Bruſt.
Erſtarrt vor Schrecken uͤber ſeine That, noch mehr uͤber die Folgen, die ſie herbeifuͤhren kann, ſteht Granſon einen Augenblick neben der bluten⸗ den Leiche ſeiner Gattinn, dann aber ſich ſchnell beſinnend, nimmt er ſie auf und traͤgt ſie, das Maas ſeines Frevels voll zu machen, nach dem hinteren Wall ſeiner Burg, von wo er ſie in den See ſtuͤrzt, hoffend, dadurch einen Schleier uͤber ſein Verbrechen zu ziehen, und der Welt glauben zu machen, die Arme ſey durch eigene Schuld in den Fluthen verungluͤckt.
Wie jedoch nie der Naͤcher ſchlaͤft, ſo auch hier. Fiſcher aus Yverdun fanden den Leichnam, und am Schmuck und Kleidung die wohlthaͤtige, von Allen geliebte Caſtellanin von Granſon erken⸗ nend, bringen ſie dieſelbe nach Champvent, und legen ſie dem alten, einſam und kinderlos in der
weiten Burghalle daſitzenden Vater, vor die Fuͤße.
. Gebeugt von Jahren, aber noch kraͤftig, er⸗
hebt ſich bei dieſem furchtbaren Anblick der Greis,
und das lange nicht mehr gebrauchte Ritterſchwert
von der Wand nehmend, ſchwoͤrt er beim heiligen 2*


