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Die Thürme von Wüflans, der Historiker und noch einige Kleinigkeiten : Erzählungen / Friedrich Gleich
Entstehung
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dung der Schweſter, ihr zur Burg zu folgen und den Schwager zu begruͤßen, deſſen Stolz, Ueber⸗ muth und Heftigkeit ihm laͤngſt zuwider war, ſchließt er Gabrielen noch einmal an ſeine Bruſt und nimmt, zum theuern Andenken an dieſen ſchmerzlich ſuͤßen Augenblick des Wiederſehens und Trennens, das Tuch mit, womit ſie ſich, ihn an ſich druͤckend, das bethraͤnte Geſicht bedeckte. Lange folgt Gabriele noch mit den Blicken der

Liebe dem dahin eilenden Kahn, mehrmals winkt

Enguerrand der am Ufer Stehenden noch mit dem weißen Tuche zu, das er dann an ſeinem Herzen verbirgt; endlich entzieht eine weit in den See ſich hinausdehnende Landzunge der Caſtellanin von Gran⸗ ſon den Anblick des Bruders, und langſam, in Erinnerungen an die gluͤcklicheren Maͤdchenjahre verloren, tritt ſie nun den Ruͤckweg in die Burg an.

Wie ein verheerendes Ungewitter ſtuͤrzt aber hier ihr Gemahl auf ſie zu. Von der Terraſſe des Schloſſes herab hat er die Gattinn im Arm eines fremden Mannes geſehen; er hat geſehen, wie ſie dem Ritter ihr Tuch uͤberließ, er hat ge⸗ ſehen, wie ſie noch einmal vom Ufer aus dem Davoneilenden die Arme nachſtreckte, wie dieſer mit den Zeichen der Liebe das Geſchenk aus ihrer Hand an ſein Herz druͤckte, und kein Zweifel an der Schuld Gabrielens findet mehr bei ihm ſtatt. Elende! donnert er ihr entgegen,Verraͤtherin!