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Der Leſer weiß, daß der Ritter Vergy ſeine aͤlteſte Tochter, Gabriele, kraft ſeines vaͤterlichen Machtgebotes, an den Herrn von Granſon ver⸗ heirathet hatte, und daß ſein Sohn Enguerrand in Dienſten Koͤnig Karls IV. ſtand; aber das weiß er noch nicht, daß die liebenswuͤrdige Caſtel⸗ laninn von Granſon nicht gluͤcklicher war, wie ihre reizende Schweſter, die Burgfrau von Wuͤflans. Zwar war Gabrielens Gatte weder ſo alt noch ſo rauh in ſeinem Benehmen, wie der von Ermenance, allein Jaͤhzorn war nicht minder bei ihm die vorherrſchende Leidenſchaft, wie bei Grin⸗ wald, und nur zu fruͤh wurde die ſanfte, mit inniger Liebe an den Ihrigen haͤngende Frau von Granſon, das Opfer ſeiner ungezuͤgelten Wildheit. Ihr Bruder Enguerrand, herangewachſen in der Zeit ſeiner Abweſenheit vom vaͤterlichen Hauſe, hatte ſich an Karls IV. Hofe die goldenen Spo⸗ ren verdient und ungeduldig, ſeinem neuen Rit⸗ terſtande Ehre zu machen, bat er jetzt ſeinen Fuͤrſten um Erlaubniß, zu einem Turniere ziehen zu duͤrfen, welches der Graf von Provence in ſei⸗ ner„guten Stadt Arles“ ausgeſchrieben haͤtte. Sein Weg dahin fuͤhrte ihn ohnfern Granſon voruͤber, und natuͤrlich war der Gedanke, die ge⸗ liebte Schweſter, die ihn noch nie im Schmuck der ritterlichen Waffen geſehen, auf einen Augen⸗ blick zu uͤberraſchen. Sien Gefolge zu Yverduͤn zuruͤck⸗


