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Die Thürme von Wüflans, der Historiker und noch einige Kleinigkeiten : Erzählungen / Friedrich Gleich
Entstehung
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Zu jener Zeit war es nicht Sitte, daß Vaͤ⸗ ter ihre Toͤchter zu Rathe zogen, wenn es ſich von deren Verheirathung handelte, und auch der alte Vergy glaubte daher dies nicht noͤthig zu ha⸗ ben. Als er Gabrielens Hand dem Beſitzer von Granſon zuſagte, ſprach er:ich will! und eben ſo ging es jetzt mit Ermenance. Sie mußte dem rauhen Mann auf die ferne Burg folgen, und ob ſie ihn liebte, ob ſie Gluͤck oder Ungluͤck bei ihm finden wuͤrde? darnach fragte kein Menſch.

Ermenance, ſchoͤn wie der Tag, hatte ihrem Gemahle eine reiche Mitgift an Geld und Gut und Ahnen mitgebracht, aber weder dies, noch

die Reize ihres Koͤrpers, und die Guͤte und Sanft⸗

muth ihres Herzens intereſſirte ihn ſehr er hatte eine Frau genommen, um Erben, maͤnnliche Erben ſeines alten Namens zu erzielen; ſie ſollte ihm Soͤhne gebaͤren, weiter verlangte er nichts von ihr.

Dieſer Wunſch, der heißeſte ſeiner Seele, ſchien ſich denn auch bald erfuͤllen zu wollen. Erme⸗ nance ward guter Hoffnung, und der entzuͤckte Grinwald, feſt darauf rechnend, ſeine Wuͤnſche erfuͤllt zu ſehen, bereitete alles vor, um den kuͤnf⸗ tigen Herrn von Wuͤflans mit gebuͤhrenden Feſten und Glanz zu empfangen.

Wie aber oft im Leben das Geſchick dem Menſchen das gerade verſagt, wornach ſein Herz