Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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abende gerade im Augenblick von Simon's Tode in das Schaller'ſche Haus gekommen. Die Verwirrung und das Entſetzen über das Vorgefallene gaben ihm die Gelegenheit, ſich ſogleich in hilfreicher und wohlmeinender Weiſe zu zeigen, ſo daß ſeine ſpäte⸗ ren Eröffnungen fruchtbar vorbereiteten Boden fan⸗ den und er leicht um einen Berg von Hinderniſſen voölbeikam. Alles war nun bereits im richtigen Ein⸗ klang. Luiſe bat ihn um Verzeihung für ihr frü⸗ heres Benehmen und verſicherte ihn, daß ſie oft und viel an das gedacht habe, was er damals aus⸗ geſprochen.

Man hatte inzwiſchen Simon's Leiche vom Blute gereinigt und auf ein Bett niedergelegt. Nun ent⸗ ſtand die Frage, wie ſein Vater von dem traurigen Falle in Kenntniß geſetzt werden ſollte. Der Baron wollte dies Amt übernehmen und zugleich wegen der Beſtattung mit ihm Rückſprache nehmen. Sie waren nämlich ſämmtlich in dem Wunſche einig, daß der edle Todte eine Ruheſtätte erhalten müſſe, die der Fami⸗ lie als koſtbares Gut ſtets heilig ſein ſolle. In dem ſchönen Garten auf des Barons Gute war der geeigneteſte Ort dazu.

Als der Baron ſich ſchon zum Weggange an⸗ ſchickte, kam Marie und bat ihn, ihr dies Amt zu