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ſie mir den Geliebten und ſagen, er ſei gekommen, mich zum Weibe zu nehmen. Aber nein! Falſch ſind ſie Alle, ich will von Niemand wiſſen, als von Dir, Du nur biſt treu!“
Ein leiſer Laut des höchſten Entzuckens entrang ſich beim Anhören dieſer Worte aus Simon's Bruſt. Er ergriff Luiſens Hand uud bedeckte ſie mit tauſend Küſſen und Thränen. Dann wendete er ſich wie er⸗ müdet um und verbarg ſein Geſicht halb in den Kiſſen.
Otto näherte ſich ſeiner Schweſter.
„Was ging hier vor?“ frug er ſie.„Nach dem,
was Marie uns flüchtig mittheilte, hofften wir Dich ausgeſöhnt mit Simon hier zu finden, und dachten ihn am beſten von der Wahrheit deſſen, was Du ihm erklären wollteſt, zu überzeugen, wenn Richard ſogleich hier Dich wiederſähe. Richard's Vater iſt Mariens Oheim, auch er iſt hier; ſie hat dies Alles nur verſchwiegen, um Dich und die Eltern vorher kennen zu lernen, aber nun ſind wir Alle gekommen, um das Wiederſehen und damit die glückliche Aus⸗ führung zu feiern.“
Luiſe hörte aufmerkſam zu; ſie fühlte nichts, als daß ſie namenlos unglücklich ſei. Als daher Otto geendet hatte, ſchüttelte ſie nur


