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ſtehen. Todtenbläſſe überzog ihr Geſicht, ihr Auge ſtarrte den Eintretenden an, als erblicke ſie ein Ge⸗ ſpenſt, ihre Hand tappte nach einer Stütze und in⸗ dem ſie einen Schritt zurückzuckte, lehnte ſie ſich an Simon's Lager.
Marie faßte Richard's Hand und ſagte, indem ſie freundlich und beglückt lächelnd auf Luiſe zuſchritt:
„Du biſt erſtaunt, und trauſt Deinen Augen kaum, aber glaube ihnen nur, er iſt es, Dein ge⸗ liebter Freund Richard, der wiederkehrt, um Dir zu ſagen, daß er Dich liebt, daß er ſein Lebensglück in Deine Hände legen und Dich bitten will, die Sei⸗ nige zu werden und das Vergangene zu vergeben und zu vergeſſen.“
Eine peinliche Pauſe entſtand auf dieſe Anrede. Luiſe ſtarrte Richard noch immer voll Entſetzen und mit lautlos bebenden Lippen an. Richard, Otto und Marie ſahen verwundert auf ſie hin und Simon erhob ſich halb, um Luiſe ängſtlich forſchend zu be⸗ trachten und jeder ihrer Bewegungen zu folgen.
Plötzlich wendete ſich Luiſe zu dem Verwunde⸗ ten, legte ihre Arme feſt um ſeinen Hals und rief laut:„Es iſt nicht wahr: glaube es ihnen nicht! Sie wollen mich wieder von Dir reißen, ich ſoll mein Verſprechen abermals vergeſſen; darum zeigen
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