Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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getrunken. Als derſelbe nun ſo gerade auf den jun⸗ gen Mann losrannte, hieb er blindlings mit dem Säbel nach dieſem hin und lief dann ohne Aufent⸗ halt weiter.

Simon war ſchwer am Kopfe getroffen worden. Das Blut ſtrömte ihm über das Geſicht und er ſank, das Bewußtſein verlierend, auf das Straßenpflaſter nieder.

Dieſer Scene hatte Luiſe mit Entſetzen vom Fenſter aus zugeſehen. Sie konnte den jungen Mann nicht erkennen, den ſie blutend zuſammenbrechen ſah. Eilig ſchickte ſie an den Ort hin, ließ den Ver⸗ wundeten in das Haus bringen und auf ein Bett niederlegen. 1

Als er hereingetragen wurde, erkannte ſie ihn ſogleich. Sie ſandte raſch nach dem Wundarzte und beeilte ſich inzwiſchen das Blut ſo gut als möglich ſelbſt zu ſtillen. Ihre Eltern und Marie ſtanden ihr hilfreich zur Seite. Als der Wundarzt kam, unterſuchte er den Zuſtand des Kranken und fand, daß die Wunde zwar an ſich durchaus nicht gefährlich, daß es aber die höchſte Zeit geweſen ſei, dem Blut⸗ verluſte Einhalt zu thun, da dieſer den Kranken bereits bedeutend geſchwächt hatte. Er verband hierauf die

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