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Dort war unterdeſſen der kleine Aufſtand ſchon gedämpft worden. Das Militär, erbittert durch die feindſelige Haltung der Einwohner und zur Rache gereizt durch die Verwundung einiger Kameraden, zog nun durch die Straßen und wehe denen, die ſich vor den Fenſtern oder gar außer den Häuſern blicken ließen! Wo man einen Trupp Soldaten herannahen ſah, da flüchtete man hinweg und bald war die Stadt wie ausgeſtorben, während nur einzelne Kommando⸗ rufe die Stille unterbrachen.
Simon Goldheim hatte beim Ausbruch des Tu⸗ multes bei ſeinen Freunden in der Wirthsſtube ge⸗ ſeſſen, als ein Arbeiter die Thüre aufriß und das Geſchehene verkündete. Alle waren ſogleich aufge⸗ brochen und hatten ſich nach dem Mittelpunkte des Kampfes begeben.
Als darauf die Soldaten mit den Bürgern handgreiflich wurden, zogen ſich diejenigen, welche we⸗ der Waffen noch Vertheidigungsmittel hatten, zurück. Auch der junge Goldheim beeilte ſich, das Haus ſei⸗ nes Vaters zu erreichen. Unterwegs jedoch traf er in der Nähe des Schaller'ſchen Hauſes, plötzlich um eine Ecke biegend, auf einen der fliehenden Soldaten, der den bloßen Säbel in der Hand hielt und nach ſeiner Kaſerne eilte. Der Soldat ſchien etwas an⸗


