Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Goldheim fuhr faſt erſchreckt aus ſeinem Nach⸗ denken auf.„Soll's mich nicht betrüben,“ ſagte er, „daß ich Dich verlieren muß, und mit all meinem Gelde Dich nicht vom Tod erretten kann, der mir einſt mit Gefahr ſeines Lebens das Daſein erhielt? Die Welt iſt mir ſo ſchon ein Gräuel und ich kom⸗ me mir jetzt ſchon oft darin vor wie ein verlaſſener, einſamer Fremdling, wie viel leerer wird's um mich ſein, wenn Du todt biſt.“

Ein grinſendes Lächeln verzog das Geſicht des Kranken, er wollte reden, aber ein röchelndes Huſten hinderte ihn daran. Als er ſich hiervon wieder et⸗ was erholt hatte, begann er:

„Ihr grämt Euch mehr darum wie ich, und wenn ich auch nicht kann ſagen, daß ich ſchon gerne ſterb'— ich hätt' noch lange können leben ohne das verdammte Huſten— ſo iſt doch mein Verluſt nicht groß. Beſſer ich zuerſt als Ihr; was hätt ich zu erwarten gehabt, wenn ich Euch überlebt hätte? Der junge Herr mag mich nicht und hätt mich nach Eurem Tod ohne viel Umſtände zum Hauſe hinaus gejagt.“

Ein ſchwerer Seufzer war Goldheim's Erwie⸗ derung auf dieſe Worte.„Du haſt Recht,“ ſagte er nach einer Pauſe,„er hätte Dir den Platz in ſeinem