12
die meinige iſt von dem Augenblicke, als ich Sie
1 ſah, auf Sie gefallen.“
KRiichard wollte nichts weiter hören und drängte ungeſtüm nach dem Ausgange des Palaſtes. Au⸗ rora hing ſich an ihn und hielt ihn zurück, indem ſie ihn mit Liebkoſungen und Schmeichelreden zu ge⸗ winnen ſuchte.
In dieſem Augenblicke langte Fürſt Makonski an und ſuchte ſeine Braut auf. Richard benutzte die Gelegenheit und eilte raſch hinweg, als jener eben eintrat..
Der Fürſt ſah ihm verwundert nach, zuckte die Achſeln und wollte der aus Verdruß und Wuth weinenden Aurora den Arm reichen, um ſie nach dem Salon zurückzuführen. Sie entzog ſich ihm, um in einem anderen Zimmer ihre derangirte Toilette zu ordnen. Der Fürſt folgte ihr dorthin und beſchäf⸗ tigte ſich um ſte wie ein beſorgter Vater. Richard hatte ſich, in ſeinen Mantel gehüllt, in der Gondel niedergelegt. Sein Kopf glühte, obgleich die ſcharfe Winterluft kalt über das Waſſer ſtrich. Das Blut kochte ihm noch immer, ſo oft er dem Gedanken nach⸗ hing, daß die ſchöne Sirene ihm die entehrende Stelle eines Günſtlings zugedacht hatte, an deſſen Liebe ſie ſich verſtohlen zu erfreuen gedachte, wäh⸗


