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Sie mich mit Füßen, aber verlaſſen Sie mich nicht;“ und ſie klammerte ſich aufs Neue an ihn an. Richard's Zorn hatte ſich etwas gelegt.„Kön⸗ nen Sie glauben,“ entgegnete er,„daß ich im Stande wäre, auch dann, wenn ich meine Verachtung zur Gleichgiltigkeit ſtimmen und über ihre Untreue hin⸗ wegſehen könnte, dem Fürſten, als Ihrem Verlobten, gegenüber zu ſtehen? Laſſen Sie mich, oder ich ſtehe Ihnen nicht dafür, daß ich ihm ſogleich Alles ein⸗ geſtehen und ihm die Genugthuung anbieten werde, die ich ihm als Mann von Ehre ſchuldig bin.“ „Verbannen Sie dieſe thörichten Begriffe eines übertriebenen Ehrgefühls,“ entgegnete Aurora.„Glau⸗ ben Sie etwa, es ſei dem Fürſten entgangen, daß wir uns lieben? Ein öffentlicher Schritt würde nichts bewirken, als Sie der Lächerlichkeit Preis zu geben.“ „Großer Gott!“ rief Richard entſetzt aus,„das können Sie mir ſagen! Ihm wollen Sie ſich verlo⸗ ben und mir geſtehen Sie, daß Sie mich lieben! Wiſſen Sie es denn nicht, daß Sie damit einen doppelten Meineid begehen? Begreifen Sie denn dieſe bodeuloſe Schlechtigkeit nicht?“ „In Ihrer kalten Heimat mag man nach Re⸗ gel und Pflicht ſein Herz verſchenken,“ erwiederte Aurora,„hier überläßt man es frei ſeiner Wahl und


