Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Richard ſchwieg. In ſeiner Bruſt gährte es; denn die Wehmuth wechſelte mit Zorn und Verach⸗ tung, da er ſeine männliche Ehre zum Spielball entwürdigt fühlte.

Aurora hoffte, ſeine Aufwallung werde raſch vorübergehen und fuhr fort:Fürſt Makonski war mir zum Manne beſtimmt, ehe ich zu empfinden fä⸗ hig war, dieſe Ehe iſt eine Sache der Konvenienz, aber er ſelbſt weiß es, daß ich ihm wohl meine Hand, nicht aber mein Herz geben werde, deſſen Beſitz er gar nicht verlangt.

Richard hatte in ſeiner Wuth dieſe letzten Worte kaum mehr verſtanden; ſeine Verachtung war auf's Aeußerſte geſtiegen.Schlange, rief er,elende Buhlerin! und als wolle er ſich vor dem Gift ih⸗ rer Worte ſchützen, ſtieß er ſie ſo gewaltſam von ſich, daß ſie heftig mit dem Kopfe auf den Boden ſchlug. Kaum war dieß aber geſchehen, als er ſeine über⸗ mäßige Heftigkeit ſchon wieder bereute und der ſchö⸗ nen Sünderin hilfreich ſeine Hand reichte. Aurora war vom Falle leicht am Kopfe verwundet und ihre Kleidung in Folge der heftigen Szene in Unordnung gerathen.

Mißhandeln Sie mich, Grauſamer! rief ſie leidenſchaftlich aus.Schlagen Sie mich, treten