Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Anweſenden bei ſeiner Ankunft eine kleine Ueberra⸗ ſchung erwarte.

Jedermann außer Richard wußte, was ſte dar⸗ unter verſtand und man beeilte ſich ihr und Auroren Glück zu wünſchen.

Als Richard dieß gewahr wurde, erkundigte er ſtch genauer und erfuhr nun von Aurora's Mutter, daß die Verlobung ihrer Tochter mit dem Fürſten Makonski heute erklärt werden ſolle.

Kaum hatte er dies vernommen, als er ſich erhob und in heftige Bewegung gerieth. Sein Ge⸗ ſicht glühte und ſeiner ſelbſt nicht mächtig, ſuchte er Aurora mit angſtvollen Blicken. Aber dieſe, die alles, was zwiſchen Richard und ihrer Mutter verhandelt worden war, genau beachtet hatte, eilte auf ihn zu, faßte ihn bei der Hand und führte ihn in ein ent⸗ legenes Zimmer, wo ſie ihn bat, ſich zu ihr zu ſetzen und ſie ruhig anzuhören. Richard war zu heftig er⸗ regt, um auf ihre Erklärung warten zu können. Er ſtellte ſich vor ſie hin und indem er ſich bemühte, ruhig zu erſcheinen, ſagte er mit gepreßter Stimme: Laſſen Sie mich Ihnen eine einzige Frage vorlegen, von deren Beantwortung jetzt Alles für uns abhängt. Iſt die Nachricht wahr, die mir Ihre Mutter ſoeben mitgetheilt hat?