Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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ſchwebte, emporgehoben von inniger Sehnſucht nach der Vereinigung mit ihrem göttlichen Sohne.

Nachmittags ſchon fühlte er ſich durch den Ge⸗ danken beunruhigt, daß ſein heutiges Wegbleiben bei Aurora offenbar unpaſſend ſei, und kaum war die gewöhnliche Stunde erſchienen, als er ſich auf dem Wege zur Piazetta befand, woſelbſt er alsbald Laz⸗ zaro antraf und die Gondel beſtieg.

Der gewandte Gondolier frug nicht, ſondern ſchlug die gewöhnliche Richtung ein und bald befand ſich Richard im Salon, wo er bereits einige der ge⸗ wöhnlichen Gäſte antraf.

Eine leichte Röthe überflog Aurora's Geſicht, als ſie ihn eintreten ſah. Ihr Blick ſuchte zärtlich den ſeinigen und obgleich ihn bei ihrem Anblick zu⸗ erſt ein leichtes Fröſteln überlief, ſo erſchien ſie ihm doch von Neuem ſo reizend und liebenswürdig, daß er hingeriſſen wurde von der unwiderſtehlichen Gewalt ihrer Schönheit.

Als die Geſellſchaft eine Weile verſammelt war, bemerkten einige der anweſenden Herren mit Befrem⸗ den, daß Fürſt Makonski noch nicht zugegen ſei. Aurora's Mutter entſchuldigte ſein Ausbleiben und ſetzte mit geheimnißvollem Lächeln hinzu, daß die