Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Richard hatte inzwiſchen Briefe von ſeinem Va⸗ ter erhalten, denen auch ein liebevolles, theilnehmen⸗ des Billet von ſeiner Schweſter Marie beilag. Sie äußerte ihre Freude darüber, daß er ſich heiter und glücklich fühle, und ſprach dabei die Ueberzeugung aus, daß ſein eigenes Herz und der Gedanke an ſei⸗ nen vortrefflichen Vater ihn gewiß nie verlaſſen und überall beſchirmen werde. Richard hatte die Briefe mit Haſt geleſen, konnte aber nicht dazu kommen, dieſelben zu beantworten.

Endlich kam der Tag heran, in welchem Aurora im Theater San Radegonda auftreten ſollte. Die Logen waren größtentheils von den Freunden und Ver⸗ ehrern der ſchönen Sängerin und ihrer Mutter ge⸗ füllt, das Parterre dagegen ſchien für derartige Lieb⸗ habereien keinen Sinn zu haben, denn es war ſehr wenig beſucht. Der Unternehmer des Theaters wurde indeß durch die Freigebigkeit des Fürſten Makonski nicht nur gegen jeden Verluſt geſichert, ſondern für ſeine Bereitwilligkeit noch überdem reichlich entſchädigt. Aurora hatte für den erſten Akt, wo ſie als junge und reiche Italienerin erſcheint, eine ihrer gewöhnli⸗ chen Kleidungen gewählt, von der ſie wußte, daß ſie ihr beſonders vortheilhaft ſtand. Für den zweiten Auf⸗ zug, wo ſie im Harem des Dey von Algier durch